Linie Trogen–St.Gallen–Appenzell: Fünf von 114 Zugverbindungen werden temporär durch Busse ersetzt

Aufgrund der Kollision mit einem Lieferwagen Mitte September 2026 in Niederteufen fällt eine Zugskomposition der Appenzeller Bahnen (AB) für mehrere Monate aus. Um den notwendigen Unterhalt der übrigen Fahrzeuge sicherzustellen, ersetzen die Appenzeller Bahnen ab Montag, 9. November 2026, werktags fünf von insgesamt 114 Zugverbindungen auf der Linie Trogen–St.Gallen–Appenzell durch Busse. Der Bahnersatz dauert voraussichtlich bis Ende März 2027.

Für den regulären Viertelstundentakt und die Schnellzüge benötigen die Appenzeller Bahnen auf der Linie Trogen-St.Gallen-Appenzell werktags zu den Hauptverkehrszeiten zehn ihrer elf Zugskompositionen. Das elfte Fahrzeug dient als Reserve und ermöglicht es, jeweils einen Zug für notwendige Unterhaltsarbeiten im Turnus aus dem Betrieb zu nehmen. Durch den längerfristigen Ausfall des beschädigten Zuges fehlt diese Reserve.

Die AB haben verschiedene Möglichkeiten geprüft, um den Fahrzeugausfall zu überbrücken. Der gezielte Ersatz einzelner Zugverbindungen durch Busse ist nach aktueller betrieblicher und wirtschaftlicher Einschätzung die einzige praktikable Lösung, um den übrigen Bahnbetrieb zuverlässig aufrechtzuerhalten. Zeitgleich kann so das bestehende Verkehrsangebot weiterhin sichergestellt werden.

Massive Schäden am Führerstand
Bei der Kollision mit einem Lieferwagen am 15. September 2026 in Niederteufen wurde insbesondere der Führerstand einer Zugskomposition erheblich beschädigt. Die Reparatur ist aufwendig und erfordert unter anderem den vollständigen Ausbau der Frontkabine mit zahlreichen elektronischen Bauteilen. Vertiefte Untersuchungen haben gezeigt, dass der beschädigte Zug während mehrerer Monate nicht für den Fahrplanbetrieb zur Verfügung stehen wird.

Nach dem Unfall konnten die AB den regulären Fahrplan dank zusätzlicher Anstrengungen der Werkstatt zunächst aufrechterhalten. Über mehrere Monate lässt sich der Betrieb ohne Reservefahrzeug jedoch nicht zuverlässig sicherstellen, da auch die übrigen Züge regelmässig und vorschriftsgemäss gewartet und revidiert werden müssen.

Einzelne Verbindungen am Morgen und Abend betroffen
Ab Montag, 9. November 2026, verkehren werktags auf fünf Verbindungen Busse anstelle der Züge. Betroffen sind einzelne Fahrten des Viertelstundentakts am Morgen und am späten Nachmittag beziehungsweise Abend. Damit werden weiterhin über 96 Prozent aller Verbindungen regulär mit dem Zug erbracht.
Die geplanten Abfahrtszeiten bleiben gemäss Fahrplan grundsätzlich bestehen. Da die Ersatzbusse auf der Strasse unterwegs sind, kann sich die Fahrzeit je nach Verkehrsaufkom-men verlängern. Deshalb lassen sich die gewohnten Reisezeiten und Anschlüsse nicht in je-dem Fall gewährleisten. Reisende werden gebeten, vor der Fahrt den Online-Fahrplan unter sbb.ch, in der App FAIRTIQ oder in der SBB-App zu konsultieren. Die Haltestellen des Ersatzverkehrs sind vor Ort signalisiert.

Bilder
Bild 1 & 2: Beschädigter Zug nach dem Unfall in Niederteufen
Bild 3: Zug in der Innenstadt St.Gallen

Eine detaillierte Übersicht zum den Fahrplanänderungen finden Sie hier.